Autor Thema: Dioramen Revell 1/72 - B-25 J Mitchell abgetaucht  (Gelesen 5782 mal)

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f1-bauer

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Dioramen Re: Revell 1/72 - B-25 J Mitchell abgetaucht
« Antwort #135 am: 18. Januar 2019, 15:10:07 »
Servus Sascha,
erstmal zum Baubericht allgeimen meine Gratulation - gaaaanz großes Kino. Ich sitze jedesmal nägelkauend vor jedem Update, weil die Spannung schier nicht auszuhalten ist. Ich habe bis jetzt nichts geschrieben, weil ich schlicht nichts beizutragen hatte und Du von den Kollegen Dio-Bauer ja bestmögliche Unterstützung hast -  :P :P.

Der Meeresboden ist dermaßen toll und realistisch, da blieb mir sie Spucke weg. Ebenso die Unterseite vom Flieger und die Innereien - einfach nur Klasse und realistisch. Die Oberseite ist mir persönlich etwas zu heftig ausgefallen, für meinen Geschmack ein wenig zu viel Sediment. Ist aber natürlich Geschmacksache. Insgesamt super stimmig  :klatsch:

Zum Thema "Platzierung des Fliegers/einsinken hätte ich einen Gedanken ...
... auf der Seite hier (die Seite, bzw. die Fotos, kennst Du sicher) https://www.argunners.com/airplane-graveyard-of-world-war-ii-in-pacific-ocean/ sind m.E. drei verschiedene B-25 zu sehen. Die haben die Maschinen damals offensichtlich mit ausgefahrenem Fahrwerk in den Bach gekippt. Bei allen drei Maschinen sind aber inzwischen die Motoren abgefallen. Deshalb sitzen sie nun m.E. mit dem Hintern im Sand, weil vorne das Gegengewicht fehlt. Bei Deiner B-25 sind die Motoren noch dran, also m.E. wahrscheinlich (noch) kein Tailsitter.

Zum Thema "Wasserdarstellung" bzw. "eingiessen" vs. "nur Schaukasten": ich habe keinerlei Erfahrung damit aber ich habe ein paar Infos gefunden. Die "eingiesser" (z.B. das schon mehrfach genannte U-Boot mit der Explosion) nutzen Polyester-resin (Polyester-Gießharz), das Zeug für das verkleben der Fiberglasmatten z.B. bei Bootsrümpfen. Vorteil: Kostengünstig, leichter zu verarbeiten als Epoxidharz. Nachteil: es stinkt beim aushärten, bei zu viel Härter wird es spröde, Gewicht

Im Large Scale Planes Forum wurde das Thema auch diskutiert: https://forum.largescaleplanes.com/index.php?/topic/62591-has-anyone-ever-done-an-underwater-diorama/
die halten den "Schaukasten" bei großen Dios für besser. Was mich zum einfärben der Platten bringt ... es gibt auch transparent eingefärbte Acrylglasplatten, z.B. bei Modulor https://www.modulor.de/praezisions-acrylglas-transparent-farbig-1-0-x-180-x-330-hellblau.html, die haben z.B. drei verschiedene hellblau-Töne und eine Platte 1 mm x 180 mm x 330 mm kostet 6,90 Euro. Das wärs m.E. wert, bevor Du deine Nerven weiter mit Sprühtests strapazierst.

Ansonsten bleibe ich weiter gespannt dabei.

Gruß
Jürgen  :winken:

mm

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Re: Revell 1/72 - B-25 J Mitchell abgetaucht
« Antwort #136 am: 18. Januar 2019, 16:29:51 »
@mm: Meinst Du nicht zufällig das Still Water von Vallejo? Das verläuft und kann, wenn man es dementsprechend verteilt zu einer "Folie" werden. Mit den Water Textures an sich, geht das nicht, das sind Gele.


Jup hatte mal gesehen das man dies aufstreicht und nach dem trocknen quasi als Folie lösen kann. Dachte da an Hauchdünn damit es auch an den Seitenwänden hält quasi.

Allerdings ist coporado ja schon weiter.

Der Flugkörperabschuss ist ja irre

coporado

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Re: Revell 1/72 - B-25 J Mitchell abgetaucht
« Antwort #137 am: 24. Januar 2019, 08:43:25 »
Zum Thema "Platzierung des Fliegers/einsinken hätte ich einen Gedanken ...
... auf der Seite hier (die Seite, bzw. die Fotos, kennst Du sicher) https://www.argunners.com/airplane-graveyard-of-world-war-ii-in-pacific-ocean/ sind m.E. drei verschiedene B-25 zu sehen. Die haben die Maschinen damals offensichtlich mit ausgefahrenem Fahrwerk in den Bach gekippt. Bei allen drei Maschinen sind aber inzwischen die Motoren abgefallen. Deshalb sitzen sie nun m.E. mit dem Hintern im Sand, weil vorne das Gegengewicht fehlt. Bei Deiner B-25 sind die Motoren noch dran, also m.E. wahrscheinlich (noch) kein Tailsitter.

Jürgen - erstmal herzlichen Dank für deine warmen Worte zum Dio!

Was den Tailsitter von deinen Fotos angeht, das ist genau die Vorlage nach der ich mein Dio ausgerichtet habe - hust - Ich hatte anfangs nur das Bild aus meinem Eröffnungspost und darauf ist nicht ganz klar zu erkennen, ob der "A...." des Vogels schon im Sand sitzt oder nicht. Im Verlauf des Baus habe ich dann weitere Bilder entdeckt, die den Tailsitter bestätigen, da wars aber schon zu spät  :pffft:

Zum Thema "Wasserdarstellung" bzw. "eingiessen" vs. "nur Schaukasten": ich habe keinerlei Erfahrung damit aber ich habe ein paar Infos gefunden. Die "eingiesser" (z.B. das schon mehrfach genannte U-Boot mit der Explosion) nutzen Polyester-resin (Polyester-Gießharz), das Zeug für das verkleben der Fiberglasmatten z.B. bei Bootsrümpfen. Vorteil: Kostengünstig, leichter zu verarbeiten als Epoxidharz. Nachteil: es stinkt beim aushärten, bei zu viel Härter wird es spröde, Gewicht

Im Large Scale Planes Forum wurde das Thema auch diskutiert: https://forum.largescaleplanes.com/index.php?/topic/62591-has-anyone-ever-done-an-underwater-diorama/
die halten den "Schaukasten" bei großen Dios für besser. Was mich zum einfärben der Platten bringt ... es gibt auch transparent eingefärbte Acrylglasplatten, z.B. bei Modulor https://www.modulor.de/praezisions-acrylglas-transparent-farbig-1-0-x-180-x-330-hellblau.html, die haben z.B. drei verschiedene hellblau-Töne und eine Platte 1 mm x 180 mm x 330 mm kostet 6,90 Euro. Das wärs m.E. wert, bevor Du deine Nerven weiter mit Sprühtests strapazierst.

Danke für die ganzen Hinweise und Tipps und Links und und und  :klatsch: :klatsch: :klatsch:
Das Thema eingießen habe ich beerdigt, mir ist das Risiko einfach zu groß, dass es mir das Modell zerstört, oder Luftblasen oder nicht richtig aushärtet oder oder oder, zuviele Risikofaktoren.
Die eingefärbten Platten habe ich auch schon im Visier, aber erst wenn meine noch geplanten Versuche nicht klappen.

Ich habe jetzt folgende Sachen probiert

- Einfärben mit Transparentfarben - geht einigermaßen wenn man nur den Deckel einfärbt - das werde ich noch in Kombination mit einer LED ausprobieren --> eingefärbter Deckel, Seiten bleiben klar und ne blaue LED auf dem Grund des Dios

- Einfärben mit Fenstermalfarben - auch nur den Deckel gefärbt - etwas durchsichtiger als die Transparentfarben, wirkt mir persönlich aber zu "comichaft" von den Farben her

- neue Idee  :8: - ein Modellbaukollege brachte mich drauf --> Solid Water in unterschiedlich starken Einfärbungen auf Deckel und Seitenwände gaaaaanz dünn gießen und die einzelnen Farbabstufungen leicht "ineinander ziehen", sodass sich hier und da ein Farbverlauf ergibt. Das könnte durch das glasklare Auftrocknen des Solid Water klappen.

Was haltet ihr von der letzten Idee?
Gruß
Sascha  :winken:

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Drache74

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Re: Revell 1/72 - B-25 J Mitchell abgetaucht
« Antwort #138 am: 24. Januar 2019, 08:56:27 »
Moin Sascha,

ich glaube, das ist auch das was mm vorschwebte, meine ich. Zumindest in der Art. Wenn die Platten eben liegen, und ich denke, wenn man das so begießt, könnte das klappen. Einen Versuch ist es wert denke ich. Mit Still Water der versch. Hersteller müsste das auch gehen, oder ist das vorgeschlagene, etwas anderes?

Viele Grüße
Andreas

mm

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Re: Revell 1/72 - B-25 J Mitchell abgetaucht
« Antwort #139 am: 24. Januar 2019, 13:54:31 »
Meine Gedanken waren auch hinten mit Dunklen Scheiben zu arbeiten und nach vorne hin im Verlauf die Scheibentönung heller verlaufen zu lassen. Mit Clear Farben, etwa Smoke und dann abgemischt. Kann ich schwer beschreiben.

Joar, aber man beachte den letzten Satz :D

Gruß mm

coporado

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Re: Revell 1/72 - B-25 J Mitchell abgetaucht
« Antwort #140 am: 24. Januar 2019, 15:29:29 »
ich glaube, das ist auch das was mm vorschwebte, meine ich. Zumindest in der Art. Wenn die Platten eben liegen, und ich denke, wenn man das so begießt, könnte das klappen. Einen Versuch ist es wert denke ich. Mit Still Water der versch. Hersteller müsste das auch gehen, oder ist das vorgeschlagene, etwas anderes?

Meine Gedanken waren auch hinten mit Dunklen Scheiben zu arbeiten und nach vorne hin im Verlauf die Scheibentönung heller verlaufen zu lassen. Mit Clear Farben, etwa Smoke und dann abgemischt. Kann ich schwer beschreiben.
Joar, aber man beachte den letzten Satz :D

Gruß mm

Moin ihr beiden,

@Andreas - das Solid Water ist vergleichbar mit dem Still Water, ich glaube es erlaubt stärkere Schichten. Das Still Water ist glaube ich auch fertig gemischt, das Solid Water muss man mit Härter anmischen.

@Tom: Sorry dann hatte ich deinen Post damals wohl falsch verstanden. Ich dachte du meintest die Scheiben "nur" mittels Farbe einzufärben, ohne den Zusatz von Resingemischen  *dummi*
Gruß
Sascha  :winken:

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coporado

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Re: Revell 1/72 - B-25 J Mitchell abgetaucht
« Antwort #141 am: 19. März 2019, 17:39:55 »
Moin,

auch hier geht´s weiter - besser dem Ende zu. Ich habe mir eine wirklich schöne Haube vom Acrylglasmeister um die Ecke bauen lassen.

Jetzt ist die Frage ob ich die Haube auf dem Deckel noch mit einer Schicht Solid Water behandle um den Wassereffekt darzustellen oder ob ich es komplett klar lasse  ?(

Fotos einmal in klar und einmal mit einem mit Solid Water behandelten Teststück oben drauf bzw. davor gestellt. Ist schwierig zu fotografieren...

Ich tendiere eher dazu die Haube so zu lassen wie sie ist, so richtig zufrieden stellt mich das Ergebnis mit dem Solid Water nicht. Die Gefahr die schöne Haube damit zu versauen ist recht groß  :pffft:
Gruß
Sascha  :winken:

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Re: Revell 1/72 - B-25 J Mitchell abgetaucht
« Antwort #142 am: 19. März 2019, 18:13:49 »
Die seitliche Scheibe mit Solid Water sieht IMHO einfach aus wie eine Autoscheibe im Starkregen, überhaupt nicht wie eine Unterwasserszene. Würde ich auf keinen Fall so machen.
Von oben viel besser, gerade mit einer Lichtquelle.

Flugwuzzi

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Re: Revell 1/72 - B-25 J Mitchell abgetaucht
« Antwort #143 am: 19. März 2019, 19:20:26 »
Hmmmmmm, seitlich sieht das Solid Water für meinen Geschmack nicht gut aus, das würde ich weglassen.

Als Wasseroberfläche wärs jedoch interessant ... was ist wenn du eine zusätzliche, dünne Acrylplatte (gleiche Abmessungen wie die Haube) mit dem Solid Water machst und dann einfach auf die Haube legst? So hast du die teure Haube nicht versaut falls alles schief geht  :D

lg
Walter
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halbtroll

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Re: Revell 1/72 - B-25 J Mitchell abgetaucht
« Antwort #144 am: 19. März 2019, 19:24:14 »
Ich stimme dem Flugwuzzi in allen Punkten uneingeschränkt zu. Ohne die Oberfläche mit Solid Water o.Ä.  sieht das Ganze unter umständen nur nach Vitrine und nicht nach Wasser aus.

der halbtroll
(der Dein Projekt ziemlich klasse findet)

coporado

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Re: Revell 1/72 - B-25 J Mitchell abgetaucht
« Antwort #145 am: 20. März 2019, 05:49:44 »
Die seitliche Scheibe mit Solid Water sieht IMHO einfach aus wie eine Autoscheibe im Starkregen...

Vollkommen richtig  :1: Die Seiten bleiben definitiv klar, das stand schon vorher fest. Hatte das Probestück nur mal seitlich gegen gestellt, da man den Effekt des Solid Water evtl. besser sehen kann als von oben.

was ist wenn du eine zusätzliche, dünne Acrylplatte (gleiche Abmessungen wie die Haube) mit dem Solid Water machst und dann einfach auf die Haube legst?

Walter - gaaaaanz interessanter Ansatz! Das wäre eine Möglichkeit. Evtl. klappts nun auch ohne zusätzliche Platte (siehe unten)

Ohne die Oberfläche mit Solid Water o.Ä.  sieht das Ganze unter umständen nur nach Vitrine und nicht nach Wasser aus.

Jup da hast du recht. Von vorn betrachtet ist das mit den klaren Scheiben gar nicht so verkehrt. Die Haube "oben ohne" (Solid Water) zu lassen, macht dann doch eher den Vitrineneffekt.


So nun zur Erkenntnis der Testdurchgänge mit dem Solid Water und der Schlachtplan:

Beim Aufbringen auf die Probestücke haben sich, trotz vorheriger, gründlicher Reinigung, Stellen gebildet an denen das Resin nicht gehaftet hat und die dann quasi "nackt" waren. Das hatte dann teilweise einen "Tropfeneffekt" und sah nicht nach einer Wasseroberfläche/ -schicht aus.
Der Grund dafür war schlichtweg eine zu dünne Schicht vom Solid Water, sodass die Oberfläche an vielen Stellen quasi "gerissen" ist und damit Lücken hatte.

Heute extra früh aufgestanden...naja nein - eher senile Bettflucht - trotzdem die Zeit genutzt und auf dem letzten  8o Probestück eine deutlich dickere Schicht aufgebracht. Das sah im nassen Zustand schon deutlich besser aus. Bilder kann ich erst heute nachmittag machen, wenn das Zeug halbwegs getrocknet  ist.

Wenn sich mit dieser Methode die gewünschte Zufriedenheit einstellt, würde ich das direkt auf der Haube anwenden.
« Letzte Änderung: 20. März 2019, 05:52:29 von coporado »
Gruß
Sascha  :winken:

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